ROSEMARIE BERTRAM
About
Rosemarie Bertram ist Grafikerin, bildende Künstlerin und Musikerin mit Wohn- und Arbeitsort München. Ihre aktuelle Praxis fokussiert materielle Transformationen, fragile ökologische Systeme sowie die Spuren industrieller Eingriffe in Naturräumen.
Medium Objektkunst | Malerei | Collagen
Schwerpunkt Experimentelle Transformation
Besonderheit Interdisziplinäre Formensprache
Meine aktuelle künstlerische Arbeit thematisiert das Verschwinden natürlicher Räume durch menschliche Eingriffe. Den gezeigten Strukturen liegt das Wandlungs- und Verwandlungspotenzial der Materie zugrunde; ich begreife das Werk als lebendigen Organismus im fortwährenden Prozess von Werden und Vergehen. Diese experimentelle Transformation artikuliert sich in einer interdisziplinären Formsprache, die die Präzision meiner wissenschaftlichen und musikalischen Praxis mit der Offenheit der bildenden Kunst verbindet.
Im Zentrum meiner Arbeit steht die Fragilität ökologischer Systeme sowie die Sichtbarmachung der Spuren ihres Wandels. Durch die Gegenüberstellung von Materialien wie Holz, Metall und fragilen Geweben sowie durch eine reduzierte Schwarz-Weiß-Ästhetik werden diese ökologischen Bruchstellen haptisch und visuell erfahrbar.
So untersuche ich in der Serie „Fragile Strukturen“ das Spannungsfeld zwischen Konstruktion und Zerfall. Im Zentrum steht die Sichtbarmachung ständiger Transformation. Die Serie beschreibt dabei sowohl die materielle Beschaffenheit der Arbeiten als auch die inhaltliche Ebene der Verletzlichkeit von Natur- und Ordnungssystemen.
Die Serie lädt dazu ein, im Prozess des Zerfalls nicht nur Verlust, sondern auch eine eigenständige ästhetische Qualität zu erkennen und vermeintlich stabile Ordnungen neu zu hinterfragen.
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